Nerja liegt hinter mir und der Bus fährt Richtung Malaga. Meine Kamera und mein Handy liegen auf meinem Schoß und durch das Fenster mache ich die ersten Aufnahmen. Die vielen kleinen Dörfer sind wunderschön. Die Landschaft und die Küste ebenso.

Der Bus fährt ca. 1:15h bis zum Hafen von Malaga, hier soll ich am besten aussteigen. Für die Fahrt zahle ich knapp 4 Euro – dafür kommt in Deutschland gerade mal das Taxi. Aber jetzt erkunde ich erst einmal die Stadt und mache ein paar Fotos für euch. Als ich am Nachmittag Malaga verließ und mir die ersten Bilder auf der Kamera anschaute, wäre ich am liebsten noch geblieben. Vom Busbahnhof aus, machte ich mich auf in die Innenstadt. Auf meiner Karte war ganz schön viel eingekreist, daher blieb mir nichts anderes übrig als im Zickzack alle Sehenswürdigkeiten abzulaufen. Laufen finde ich generell immer besser. Man sieht mehr, bekommt mehr von der Stadt mit und ist einfach mitten drin. Es gab zwar auch, ähnlich wie in Stockholm, Fahrräder zum ausleihen aber die Ziele lagen nicht weit auseinander. Mein erstes Ziel war „Malaga Cathedral“. Der Eintritt kostet 5 Euro aber dafür sieht es im Inneren wirklich klasse aus – besonders schön sind die Fenster. Leider liegt sie sehr eng umbaut von anderen Gebäuden, was es fast unmöglich macht, sie komplett auf ein Bild zu bekommen. Nicht weit entfernt, liegt auf direktem Weg das Picasso Museum. Infos gibt es hier. Weiter ging es durch die Innenstadt zum „Plaza De La Merced“, wo das Bild von Picasso und mir entstanden ist! Hier gibt es unzählige Bars und Cafés. Perfekt für eine kleine Pause.

Die Haupteinkaufsstraße von Malaga kann man auf dieser Route kaum verfehlen, da man vorher am „Plaza de la constitucion“ vorbeikommt. Sieht man die großen Palmen bleibt man automatisch stehen und verschafft sich erst einmal einen Überblick. Ich war natürlich sofort hin und weg von all den tollen Geschäften. Augen zu und Karte durch…

Der Hafen von Malaga ist sehr modern und hat eine große und lange Promenade mit Geschäften und Bars. Nicht zu übersehen ist das Riesenrad mit großen Gondeln, jedoch kostet eine Fahrt 10 Euro pro Person. Den gleichen Blick über Malaga kann man auch umsonst haben aber dazu schreibe ich im nächsten Absatz mehr. Am Ende des Hafens steht der Leuchtturm „La Farola“ vom Ingenieur Joaquín María Pery Guzman und bietet sich natürlich immer als schöne Fotokulisse an. Vom Hafen aus starten viele Bootstouren und Ausflüge. Eine Übersicht mit Atraktionen findest du hier.

Vom Hafen aus lohnt es sich hoch auf die Castillo de Gibralfaro“ zu laufen. Über einen kleinen Park gelangt man zu zwei Eingängen. Der eine Weg führ zur Burgruine und der andere zu der großen Aussichtsplattform. Also ich habe es geschafft oben anzukommen, kann also nicht weit sein. Man läuft ca. 15 Minuten bis hoch, dabei macht man aber auch zig mal Pausen um Bilder zu machen oder die Aussicht zu genießen. Aber schaut selbst:

 

Auf dem Weg nach unten bin ich noch zur Stierkampfarena gelaufen. Die „Museo Tarino Antonio Ordoñes“ befindet sich zwischen moderner Hochhäuser direkt im Stadtzentrum. In der  Arena ist Platz für knapp 14.000 Menschen. Auch wenn ich absolut kein Freund vom Stiefkampf bin wollte ich die Arena mal von innen sehen. Allerdings hat der Gedanke an die armen Tiere mich direkt wieder gehenlassen. Besonders im August finden hier zahlreiche Stierkämpfe statt. In anderen Monaten wird die Arena auch zur Ausbildung von edlen Pferden genutzt.

Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

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