Kurz nach meinem Aufenthalt in Stockholm ging es weiter nach Andalusien. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vorher nie wirklich wusste wo das liegt und welche Städte dort sind. Ein Blick auf Google Maps und ich war gerettet.

Die Flugzeit mit 2:30h war sehr überschaubar und gegen 20:00 Uhr waren wir auch schon in Malaga. Der Ort Nerya liegt in der Provinz von Malaga, an der Costa del Sol und gibt wirklich einiges her. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten sind die Höhlen von Nerja, der „Balkon de Europa“ und das Aquädukt del Aguila. Nerja hat zudem eine wunderschöne Altstadt mit tollen Geschäften und Cafés. Schlendert man am Vormittag durch die Stadt wird man automatisch am „Balkon de Europa“ stehen. Von hier aus hat man einen wahnsinns Blick auf die Küste und die Berge. Unterhalb des „Balkons“ befindet sich ein wunderschöner Strand – den sollte man auf jeden Fall besuchen und sich Zeit nehmen für eine Pause. Warum sollte man am Vormittag nach Nerja? Zwischen 14 und 17 Uhr findet, wie in ganz Spanien, die Siesta statt und bis auf Supermärkte hat alles geschlossen.

Zudem findet jeden Dienstag von 10 bis 13 Uhr der Wochenmarkt statt und ist gut zu Fuß erreichbar. Vom vierten Kreisverkehr in Nerja (Richtung Maro) biegt man ab auf die Av. la Constituction bis zur Calle Cisne. Dort angekommen läuft man direkt auf den Markt zu. Ich hatte mir den Markt leider anders vorgestellt. In den meisten Ländern findet man dort hauptsächlich einheimische Produkte und Gewürze. Viel von der spanischen Kultur gab es hier allerdings nicht und ich war schnell genervt. Vielmehr ähnelt es einem deutschen Trödelmarkt. Von Klamotten über Schuhe bis zu Handyhüllen gab es alles und ich wollte irgendwie nur weg. Im hinteren Teil des Marktes fand ich dann aber doch noch ein paar einheimische Stände und erfreute mich über spanische Musik.

Die Landschaft um Nerja herum ist wunderschön. Alleine der Blick auf die Berge und die vielen kleinen Orte auf ihnen, lädt zum wandern ein. Zu Fuß kann man ziemlich viel entdecken und auch einen Eindruck von der Umgebung – fern ab vom Tourismus – bekommen. Läuft man die Hauptstraße durch Nerja ab kommt man automaisch zur Águila-Brücke. Die Brücke kann man von der Straße aus prima sehen und fotografieren. Sie gilt als eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Nerja.

Läuft man bis zum letzten Kreisverkehr in Nerja gelangt man zu den bekannten Höhlen (Cuevas de Nerja) und diese sind definitiv ein Besuch wert. Tropfsteinhöhlen kennt man ja eigentlich aus seiner Kindheit. Einmal gesehen muss man da auch nicht noch einmal rein – dachte ich. Der Eintritt zu den Höhlen kostet 9 Euro (ohne Guide). Unten angekommen erwartet einen eine atemberaubende Unterwelt.

So, und jetzt verlasse ich meinen Arbeitsplatz am Strand und es geht weiter nach Malaga.

Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

Leave a Comment