Mit dem Auto ging es von Nerja aus in das zwei Stunden entfernte Ronda. Die Stadt liegt ca. 113 km westlich von Málaga entfernt und befindet sich 723 m über dem Meeresspiegel. Ronda hat 36.208 Einwohner und liegt auf einem sehr steil abfallenden Felsplateau. Dafür ist die Stadt bekannt geworden und wird täglich von tausenden Tagesbesuchern besucht.

Die Fahrt mit dem Auto, führt ab Malaga komplett über Serpentinen in das Stadtzentrum. Auf der Strecke gibt es sehr viele  schöne Aussichtspunkte, mit Blick über das Gebirge und bis hin zur Küste. Hier sollte man auf jeden Fall mal anhalten und die Aussicht genießen. Kommt man in Ronda an, wird man automatisch zu verschiedensten Parkhäusern geleitet. Meiner Meinung nach die beste Lösung, da die Straßen sehr eng und klein sind. Die Parkhäuser sind im Vergleich zu unseren Parkhäusern in Deutschland sehr günstig und kosten 1,20€ die Stunde. Die Lage war perfekt, denn kaum verlässt man das Parkhaus, steht man in Rondas Altstadt. Hindurch zieht sich eine wunderschöne Fußgängerzone mit vielen Geschäften und kleinen Marktplätzen. Aber auch hier schließen die Geschäfte ab ca. 14:00 Uhr bis 17:oo Uhr. Einige Geschäfte bleiben auch offen oder hatten andere Öffnungszeiten, daher am besten immer Vormittags bummeln gehen.

Die Fußgängerzone erstreckt sich bis hin zur ältesten Stierkampfarena von Spanien, die „Plaza de Toros de Ronda“. Bis zu 6000 Menschen können sich hier einen Stierkampf ansehen – ich gehöre da definitiv nicht dazu. Die Arena ist täglich für Besucher geöffnet sowie das dazugehörige Museum. Neben der großen Einkaufsstraße mit vielen bekannten Geschäften, wie Bershka, Vans, Adidas oder Springfield, gibt es aber auch viele kleine Geschäfte – traditionelle Geschäfte. Von frischem Schinken, bis hin zu traditioneller Kleidung sowie spanischem Handwerk, kann man hier in eine ganz andere Welt abtauchen. Auch in Ronda sind Fahrten mit der Kutsche sehr beliebt – doch leider auch sehr teuer.

Geht man nur wenige Meter an der Stierkampfarena vorbei, gelangt man zu einem großen Pavillon. Dort befindet sich auch der bekannte „Balkon von Ronda“. Von hier aus hat man einfach eine wahnsinn´s Aussicht auf Ronda und die „El Puente Nuevo“, eine riesige Brücke, die beide Ortsteile miteinander verbindet. Der Blick in die Schlucht ist ebenfalls unvorstellbar. Da frage ich mich immer, wie man hier Nachts ruhig schlafen kann. Unter dem Pavillon saß eine Frau mit einer Harfe! Die Aussicht, die Musik, die Stimmung dort – ich kann das gar nicht beschreiben. Wenn ihr mal in Andalusien seid, dann fahrt dort hin. Hier könnte ich stundenlang sitzen und die Seele baumeln lassen. An der Schlucht selber befindet sich ein kleiner Weg, 500m geht es hier bergab, bis in die Schlucht hinein. Das würde ich auf jeden Fall machen, denn man steht direkt vor dem Wasserfall und kann sich die Häuser und die „El Puente Nuevo“ von ganz nah betrachten.

Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

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