Ich muss ehrlich zugeben, das meine Reise nach Mallorca schon ein paar Tage her ist. Als ich meine Festplatte sortierte, fielen mir die Bilder wieder ins Auge und eigentlich wäre es schade, sie dort unveröffentlicht liegen zu lassen. Ich war damals nicht wirklich von einem Urlaub auf Mallorca überzeugt. Schnell bekommt man Sprüche wie:“Na dann, viel Spaß beim saufen“ oder “Du machst Partyurlaub??“ gedrückt. Zu dem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, was mich wirklich erwarten würde

und dachte nur an die wilden Meuten am Ballermann und das ich eigentlich doch lieber woanders hin wollte…

Unsere Unterkunft… 

…war ein absoluter Traum und wurde uns damals empfohlen. Das Hotel heißt „Sentido Porto Soller“ und liegt auch in der gleichnamigen Stadt „Porto Soller“. Da das Hotel auf einem Berg liegt, hat man von den Zimmern und vom Speisesaal aus, eine tolle Aussicht auf die Stadt und den Hafen. In nur fünf Minuten ist man zu Fuß am Strand und kann an der Strandpromenade entlanglaufen. Die Zimmer waren sehr ordentlich und in einem gepflegten Zustand. Das Essen war klasse und es gab zum Frühstück, als auch zum Abendessen, eine große Auswahl. Hier findet ihr das Hotel.

Porto Soller…

…ist eine traumhaft schöne Stadt und ca. 25km von Palma entfernt. Auch wenn man nicht dort wohnt, sollte man auf jeden Fall einen Stopp in Soller machen. Der Strand ist zwar recht schmal und man schaut mehr oder weniger nur durch zwei Felsen auf das offene Meer aber dafür ist das Wasser einfach wunderschön klar und sauber. Auch der Strand war nie überfüllt und man hatte immer sein „eigenes kleines Reich“. Oberhalb vom Strand verläuft die Promenade, mit vielen Geschäften und Restaurants. So hat man für einen schönen Tag am Strand alles was man braucht. Der Blick auf das Gebirge und den Leuchtturm rundet das ganze einfach nur noch ab. Ich war direkt verliebt. Den kleinen Hafen fand ich besonders am Abend sehr schön. Musiker spielen ihre Stücke vor den kleinen Restaurants, die Boote und Yachten sind toll beleuchtet und ab und an findet sich hier auch ein „Promi“ ein. Weiter hinten im Hafen findet man eine kleine Bar – die ist recht versteckt aber die Suche lohnt sich. Ein weiteres Highlight war die Holzeisenbahn. Diese wurde 1912 eingeweiht und fährt bis heute. Damals wurde sie eher für den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen eingesetzt. Heute dient sie rein der Personenbeförderung und natürlich als Touristenattraktion. Eine Fahrt sollte man auf jeden Fall mitgemacht haben. Wir haben uns an einem Morgen dazu entschieden mit der Bahn nach Soller zu fahren. Seit auf jeden Fall früh genug an der Haltestelle – Menschen können zu Tieren werden;)

Soller…

…sollte man am besten zum Wochenmarkt besuchen. Wir haben leider den Fehler gemacht und sind erst gegen 14 Uhr angekommen. Tja, an die Siesta hatten wir halt nicht gedacht. Daher hatte leider schon alles geschlossen und der Markt wurde abgebaut. Sonst hätte es sich definitiv gelohnt. In Soller gibt es noch die „Ferrocarril de Soller“ und einen größeren Bahnhof. Von dem könnt ihr z.B. mit der Holzeisenbahn nach Palma fahren. Dauert allerdings auch knapp eine Stunde aber die Landschaft die man sieht, ist ein Traum.

Palma…

…die Hauptstadt erreicht man am besten mit der Bahn oder dem Bus. Als wir zum ersten Mal dort waren, sind wir mit der besagten Holzeisenbahn angekommen. Vom Bahnhof erreicht man die Innenstadt bzw. die Fußgängerzone in ca. zwei Minuten. Bis zum Hafen läuft man ca. 50 Minuten. Wenn ich in einer fremden Stadt bin, mache ich am liebsten direkt eine Stadtrundfahrt. So hat man einen groben Überblick und die ersten Infos gesammelt. Später laufe ich dann nochmal alles ab. Zumindest das, was mir besonders gefallen hat oder wo der Bus nicht lang gefahren ist. Wir sind z.B. von Palma nach El Arenal gelaufen. Sah ja auf der Karte nicht wirklich weit aus. Naja, knapp drei Stunden waren wir dann unterwegs aber dafür haben wir Orte gesehen, die uns auf jeden Fall entgangen wären. Palma hat eine Menge zu bieten und man sollte schon zwei Tage einplanen. Wir waren in der zweiten Woche noch einmal dort – allerdings mit dem Auto! Eine absolute Katastrophe. Mit dem Bus fährt man von Soller gerade mal 30 Minuten und das ganz ohne Stress.

Mit dem Auto um die Insel

Dies kann ich nur jedem empfehlen, der mehr von Mallorca sehen möchte. Wir haben uns für drei Tage ein Auto gemietet und uns für jeden Tag eine Route auf der Karte rausgesucht. Dabei hatten wir Hilfe von einer einheimischen Hotelmitarbeiterin. Sie hat uns die besten Plätze auf der Karte aufgemalt.

 

Tag 1


 

 Sineu

Super schöne kleine Stadt im Herzen von Mallorca. Die ganze Stadt und jede Strasse verwandelt sich samstags zu einem großen Markt. Aber es gibt nicht nur Lebensmittel. Es wird viel handgemachtes angeboten (perfekt für Geschenke) und an jeder Ecke findet man Menschen, die kleine Attraktionen anbieten. Mir hat das super gut gefallen, da es zum einen nicht so voll und groß ist wie in Palma und zum anderen ist Sineu keine Touristenhochburg. Hier fühl man sich wirklich einheimisch:)

Sant Salvador

Auf der Karte hätte ich es definitiv übersehen aber hier lohnt sich wirklich der Blick über Mallorca. Wenn man von der Autobahn Ma4010 darauf zu fährt, wirkt es nicht wirklich spektakulär aber bitte fahrt nicht dran vorbei. Wenn ihr die Straße mit den unzähligen Kurven hinter euch habt, werdet ihr staunen. In einer Höhe von 509 Metern liegt hier das alte Kloster „Santuari de Sant Salvador“. Auf einem nahe gelegenen Berg befindet sich noch ein 37 Meter hoher Turm, auf dem eine sieben Meter hohe Christusstatue steht. Oben gibt es auch ein Restaurant mit Meerblick;)

Es Trenc

Lange haben wir es gesucht, oft haben wir uns verfahren. Der Weg zum „Karibikstrand“ liegt ein bisschen versteckt aber ich habe gehört, dass es mittlerweile sogar Shuttle-Busse gibt. Zu diesem Strand müsst ihr definitiv. Als die Frau aus dem Hotel meinte: „Oh, you will love it! It looks like a beach in the Caribbean“, dachte ich nur: Ja klar, bestimmt! Aber es stimmt wirklich. Das Wasser ist ganz hell, der Sand weiß und eine Hütte aus Bambus steht direkt an den Dünen. Leider ist das kein Geheimtipp mehr und es ist sehr überlaufen. Auch die Parkplatzsuche ist recht schwer und falsch parken sollte man auf Mallorca lieber nicht.

Tag 2


Cap Formentor

Für die Tour zum Cap Formentor solltet ihr einen ganzen Tag einplanen. Der Weg dorthin dauert viel viel länger als man denkt. Es geht nur Serpentinen hoch und runter und wenn dazu noch viel Verkehr ist, kann das ganze echt anstrengend werden. Wir haben von Porto Soller knapp zwei Stunden gebraucht. Kleiner Tipp: Niemals um die Mittagszeit dahin! Wir haben mit dem Mietwagen an einer Straße gestanden, ohne Leitplanke und es war ein reines „Vor- und zurück“. Ein Polizist hat noch versucht den Verkehr irgendwie laufen zu lassen aber es war komplett zu. Die einen wollten zum Leuchtturm hoch – die anderen runter. Viele sind einfach ausgestiegen und haben ihr Auto an der Straße stehen gelassen. Super Idee, wenn dahinter alle anderen warten. Naja das war echt nervig und bis zum nördlichsten Punkt würde ich auch nicht mehr fahren. Die Aussicht war jetzt auch nicht sonderlich spektakulär, sodass wir nach 20 Minuten wieder gefahren sind. Und jetzt aufgepasst!!! Es gibt auf der Strecke einen viel viel schöneren Aussichtspunkt. Man kann ihn kaum verfehlen, da recht viele Menschen dort rumlaufen. Im Internet findet ihr den Aussichtspunkt unter:

Cap de Catalunya – Cala Figuera

Hier fand ich es viel viel schöner als am Cap Formentor und da es auf dem Weg liegt, solltet ihr anhalten. Über einen kleinen Weg läuft man direkt bis zur Aussichtsplattform. Dort angekommen, fühlt man sich plötzlich total klein und man kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Man hat einen Blick über die gesamte Küste – sollte allerdings keine große Höhenangst haben.

Tag 3


Valldemossa

An diesem Tag haben wir es etwas ruhiger angehen lassen, da man von den beiden Touren doch sehr kaputt ist. Am dritten Tag sind wir von Porto Soller nach Valldemossa gefahren. Entlang einer wunderschönen Küstenstraße, erreicht man Valldemossa nach ca. einer Stunde. Das kleine Bergdorf hat ein Kloster, welches man besichtigen kann, sowie viele kleine Läden und Restaurants. Auf der Rückfahrt sind wir an einen Ort gefahren, der besonders Abends traumhaft schön sein soll. Da es auf dem Weg nach Porto Soller liegt – passte das prima. Man muss allerdings sehr aufpassen, da man sonst schnell an der Einfahrt zum Parkplatz vorbeifährt. Von der Hauptstraße aus geht es runter auf einen Schotterparkplatz. Von dort aus läuft man ca. eine Minute und steht an einer kleinen Bar. Man sitzt quasi nur auf alten Baumstämmen und schaut auf das Meer. Also am besten immer Abends dort hin:) Den Ort findet ihr auf der Karte unter „Punta de sa Foradada“

Mallorca ist viel mehr als nur eine Partyinsel und hat einfach so viel zu bieten.

 

JennyBartschPhotgraphy_Mallorca
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Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

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