Die Luft ist stickig und nur langsam werde ich wach. Ich drehe mich zum Fenster und hoffe auf eine leichte Wetterveränderung aber das wäre genauso naiv wie an den Weltfrieden zu glauben. Die Klimaanlage ist mal wieder ausgefallen, das Fenster lässt sich nicht öffnen und der Wecker klingelt viel zu laut. In diesen Momenten vermisse ich Deutschland

– die klare Luft und die angenehmen Temperaturen. Ich stehe also auf und packe meinen Rucksack. Wasser und Sonnencreme, mehr braucht man schon fast gar nicht. Auf dem Weg zum Hafen sind es schon 43° und die Hitze steht förmlich. Der Hafen ist nicht weit weg und schon nach 10 Minuten sind wir da. Sofort schießt mir der Geruch von Fisch in die Nase, der Anblick auf die vielen kleinen Boote lässt mich ein wenig an unserem Ausflug zweifeln. Kein Schiff oder Boot sieht aus als könnte es mehrere Stunden auf dem Meer fahren ohne zu sinken. Mit unserem kleinen Bus fahren wir direkt bis vor unser Boot und gehen an Bord. Eine zierliche kleine Frau stellt sich uns vor und bittet uns alle die Schuhe auszuziehen – oh Gott, ich bin echt nicht pingelig aber das ist absolut ekelhaft. Barfuß auf so einem schmuddel Boot rumzulaufen und dazu noch über zig Teppiche zu laufen ist alles andere als angenehm. Nach einer Stunde Fahrt hatte ich mich aber langsam daran gewöhnt.

Wir fahren eine Stunde immer an der Küste von Djibouti entlang und das Meer ist ganz still. Auch so hört man nichts, außer das laute Geräusch des Motors. Plötzlich hält das Boot – wir dürfen endlich ins Wasser. An dieser Stelle soll man besonders viele Tiere sehen können und eines der schönsten Riffe bestaunen können. Die Tauchlehrerin hat nicht gelogen, sobald man unter der Wasseroberfläche ist, schimmert alles in bunten Farben und selbst eine große Wasserschildkröte  kreuzt meinen Weg.

Nur kurze Zeit später geht es weiter nach „Shark Island“. Ein kleiner Steinhaufen mitten im Meer, in der Form eines Hai´s. Wir hatten natürlich alle etwas viel größeres und spannenderes erwartet aber auch hier sah die Unterwasserwelt einfach traumhaft aus.

Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

    1 Kommentar

  1. simone bartsch 30. Dezember 2015 at 13:14 Antworten

    Deine Reiseberichte lesen sich so gut ,man hat ständig das Gefühl ,selbst dabei zu sein .

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