Nachdem ich nun schon seit längerem in Djibouti bin und meine Augen sich an Staub, Dreck, Müll und die einheitliche Farbe „Sandgelb“ gewöhnt haben ging es für drei Tage nach Salalah im Oman. Ich habe gestaunt wie ein kleines Kind als meine Augen wieder einen grünen Baum, in diesem Fall war es eine Palme, und generell bunte Farben sehen durften.

Man kann sich kaum vorstellen wie sehr man diese Farben von Zuhause vermisst. In den drei Tagen die wir vor Ort waren, haben wir an einem Tag eine kleine Rundreise mit einem einheimischen Führer gestartet. Er war super lieb und hat uns in 7 Stunden einen wunderschönen Einblick in sein Land gegeben. Wir waren auf einem Markt, an einem wunderschönen menschenleeren Strand und auf einer Palmenplantage. Sind auf den höchsten Berg gefahren und haben uns an die Klippe gestellt. Die Aussicht war unbeschreiblich. Sind zu den großen Affenbrotbäumen gefahren und haben an einer kleinen Küste einen Hai gesehen. Ich habe noch nie einen Hai im Meer schwimmen sehen und um so schöner war es ihn zu beobachten.

Am Nachmittag sind wir mitten in die Wüste gefahren und sollten unser lang ersehntes Mittagessen bekommen. Für mich ein absolutes Highlight! Mitten im Sand standen drei kleine Zelte. Aus einem der Zelte qualmte es aber der Geruch lockte mich an, wie Tom wenn er Jerry sieht. Wir sollten uns aber die Schuhe ausziehen und im Zelt nebenan Platz nehmen. Wenig später servierte man uns eine riesige Platte mir Reis und dazu Kamelfleisch. Gegessen wurde natürlich mit der rechten Hand. Gar nicht mal so einfach, den Reis in der Handfläche zu einer Kugel zu formen. Ich esse wirklich wenig Fleisch aber ich dachte mir:„Du kannst jetzt nicht ablehnen, das ist unhöflich“, und probierte. Es war wirklich lecker und schmeckte nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Gastfreundschaft in anderen Ländern ist immer wieder schön und ich hatte bisher noch nie Probleme.

Zum Schluss ging es noch zu einer Art „Farm“. Dromedare liefen neben dem kleinen Weg her und kamen bis an die Fensterscheibe. Auch an einem kleinen Flusslauf standen Dromedare und die Umgebung dazu war wirklich wie im Film. Aber schaut selbst:

 

Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

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