2015 war ich mehr im Ausland als Zuhause und ich muss sagen, es war das beste Jahr seit langer langer Zeit. Ich habe wahnsinnig viele Menschen kennengelernt und tolle Orte gesehen. An einen Ort wäre ich wahrscheinlich nie gekommen – die Seychellen.

Immer wieder habe ich mir Bilder von dort angeschaut und mir ausgemalt, wie es wohl ist, an einem der schönsten Strände zu stehen oder auf den Felsen zu sitzen. Und dann war es so weit. Am ersten Tag sind wir mit einem kleinen Bus über die Insel Mahe gefahren und alleine die Aussicht über die Inseln war ein Traum. Mahe ist die Hauptinsel, auf der sich auch der Hafen befindet. Der Bus brachte uns zu einem kleinen Strandabschnitt und nach wenigen Metern stand ich dort, wo ich bisher nur Bilder von gesehen hatte. Da hatte ich wirklich mal Tränen in den Augen.

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Boot auf die Insel Praslin. Dort gibt es den zauberschönen Nationalpark Valle, in welchem nur ganz seltene Palmen wachsen, wie sonst nirgends auf der Erde. Hier hatte ich auch das Glück die besondere Nuss im Arm zu halten. Im Mai kann man diese nämlich bestaunen. Die „Coco der mer“ wächst nur auf dieser Insel und steht unter ganz besonderem Schutz. An einem Strandabschnitt habe ich das erste Mal Riesenschildkröten gesehen und hätte sie am liebsten aus dem kleinen Gehege befreit. Der Leiter unserer Gruppe zeigte uns dann noch wie man Kokosnüsse knackt und an diesem Tag probierte ich das erste Mal eine frische Kokosnuss, die vor meinen Augen auf dem Boden landete und nur darauf gewartet hat, von mir verspeist zu werden:D direkt nach dem Mittagessen fuhren wir weiter auf die Insel “ La Dique“. Mit einer kleinen Kutsche, allerdings Motorisiert, fuhren wir über die Insel. Und dann war der Moment da: Ich stand an dem Strand, wo auch schon Barcadi und Raffaello seine Werbespots gedreht haben. Kein Wunder – hier ist der schönste Ort auf der Welt!!!!!

Weiter ging es zu einem kleinen verstecken Strand mit kleinen einheimischen Ständen. Die Granitfelsen zogen sich über den kompletten Strand und machten das Panorama einfach perfekt. Kaum im Wasser gewesen zog ein verdammt heftiges Unwetter auf und ich dachte:„Das kann doch jetzt echt nicht wahr sein – du bist einmal auf dieser Insel uns es muss regnen?“. Es regnete mittlerweile monsunartig und alle Sachen + Rucksack waren klitschnass! Und warum sollte es auf den Seychellen auch Dächer zum Unterstellen geben? Wir mussten dann noch 2 Stunden mit dem Boot zurück auf die Insel Mahe. Das Gewitter war mittlerweile direkt über uns und ich hatte das Gefühl, dass ich erfrieren würde. Wobei dann hätte ich auch keine Angst mehr vor der Seekrankheit gehabt:)

 

Written by Jenny Bartsch
Portrait and Documentary Photographer

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